Marinierter Schweinebraten - saftig, zart, lecker
Dieses Rezept habe ich mir mehr oder weniger selbst ausgedacht. Es basiert grundsätzlich auf dem Rezept für Prager Schinken, das ich testweise immer wieder ein wenig verändert und verfeinert habe. Das, was dabei herausgekommen ist, hat noch weniger mit dem Original Prager Schinken zu tun als mein ursprüngliches Rezept, aber ich finde es gnadenlos gut, superlecker - und der fertige Braten eignet sich super zum Einfrieren.Das Rezept: Saftiger Braten aus Silvis experimenteller Küche
Die Zutaten beziehen sich auf ca. 1 kg Fleisch; ich nehme hierzu Rollbraten oder Schinkenbraten. Man benötigt ca. 500 ml Apfelsaft, 1 TL weißen Pfeffer, 1 TL Salz, 1 TL Thymian und drei mittelgroße Zwiebeln. Der Braten schmeckt hinterher nicht nach Apfelsaft, keine Sorge!Die Marinade für den Braten
Ich schneide die Zwiebel in Scheiben, so dass Zwiebelringe entstehen. Der Apfelsaft wird mit Pfeffer, Salz und Thymian vermischt. Der Schweinebraten wird von allen Seiten tief mit einem Schaschlikspieß eingestochen, damit die Marinade besser durchziehen kann. In einen ausreichend großen Gefrierbeutel wird eine Schicht Zwiebeln gelegt, darauf kommt der Braten, und neben und auf dem Braten werden die restlichen Zwiebeln verteilt (so dass sie gleichmäßig um den Braten herum liegen). Nun wird alles mit dem gewürzten Apfelsaft aufgegossen und der Gefrierbeutel so verschlossen, dass der Braten komplett im Saft liegt.Achtung, obwohl ich Marken-Gefrierbeutel verwende, sind sie bisher immer undicht geworden, daher sollte man den fertigen Beutel auf jeden Fall in eine tiefe Schüssel legen. Noch besser ist es, wenn man ein Gefäß hat, in das der Braten gut hineinpasst, ohne dass zuviel Abstand zu den Rändern ist. Wird der Braten nicht eng genug vom Gefäß umschlossen, genügt die Menge an Apfelsaft-Mischung nicht, um ihn komplett zu bedecken.
In meinem Fall habe ich für eine Feier gleich drei Braten zubereitet, die genau in einen großen Kochtopf gepasst haben.

So sieht die Marinade aus.
Der Braten in der Marinade kommt nun in den Kühlschrank und bleibt dort mindestens über Nacht. Meine Braten lagen fast 24 Stunden in der Marinade.
Dann wird der Braten auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech gelegt.

Für eine halbe Stunde bekommt er bei 180° C bei Ober- und Unterhitze erstmal ordentlich Hitze, danach wird der Ofen auf ca. 90° C heruntergedreht. Das Fleisch gart nun langsam etwa fünf Stunden. Zwischendurch übergieße ich den Braten immer wieder mit dem ausgetretenen Saft oder der Marinade. Zum Schluss dreht man noch einmal richtig auf große Hitze, damit eine schöne dunkle Kruste entsteht.

Fertiger Rollbraten
Aus der Marinade kann man eine leckere Sauce machen. Alternativ kann man auch die Flüssigkeit abgießen und die Zwiebeln in der Pfanne schmoren. Das Fleisch zusammen mit den Zwiebeln in einem Brötchen schmeckt einfach super; ich kenne Ähnliches als Spießbraten auf der Kirmes.

Schinkenbraten
Guten Appetit!
Der Artikel wurde am 07.03.2009 von Silvia veröffentlicht.
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