Staind - The Illusion of Progress
Staind war mir bislang nur durch "It's been a while" ein Begriff. Kurz vor Weihnachten suchte ich mir in all der Hektik auf die Schnelle dann das Album "The Illusion of Progress" aus und ließ es mir schenken. Erst in den letzten Tagen bin ich dazu gekommen, die Scheibe mal mit ins Auto zu nehmen und anzuhören.Ich startete meinen ersten Hörversuch also völlig ohne Vorbelastungen und ohne spezielle Erwartungen. Rezensionen hatte ich auch noch nicht gelesen. Mein erster Eindruck, ich gestehe: Schlaftabletten-Rock. Die Songs: Kennst du einen, kennst du alle. Eigentlich wollte ich die CD schon wieder aus dem Player nehmen und eine Weile einmotten, aber wie so oft vergaß ich es.
Bei der nächsten Autofahrt war ich aus unerfindlichen Gründen in einer etwas nachdenklichen Stimmung, und plötzlich begann die Musik auf mich zu wirken. Beim Einsteigen war einfach nur etwas in mich gekehrt, nach der Fahrt mit Staind im Player dann regelrecht melancholisch.
Nicht alle Songs finde ich wirklich gut, und auch die, die ich mag, haben hin und wieder einige Elemente, die ich kritisieren würde, wenn ich kritisieren wollte. Will ich aber gar nicht. Ich konsumiere das Album und lasse mich von Aaron Lewis einlullen.
"The way I am", "Save me" und "Break away" finde ich ganz schön. Mein persönliches Highlight ist "Pardon me". Aber der Rest? Ein bissl öde für meinen Geschmack. (Ganz schlimm finde ich "Tangled up in you" - vielleicht ist das schön, wenn man ganz frisch verliebt ist?)
Naja. Wenn ich mich mal in schlechter Laune suhlen, mir freiwillig jede Fröhlichkeit aussagen lassen möchte, dann werde ich die CD wieder hervorholen. Vorher nicht. ;o) Ab zurück ins Regal.
Der Artikel wurde am 13.02.2009 von Silvia veröffentlicht.
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