Manchmal kommt es anders
Zum Jahresanfang machen wir uns Gedanken über unseren Urlaub. Das ist seit Jahren so und auch diesmal nicht anders. Vor einigen Wochen haben wir damit begonnen, und dann schien auch alles klar.
So schwer ist das ja auch nicht, könnte man meinen. Die Welt ist groß und bietet unendlich viele schöne Urlaubsziele. Wenn man dann aber die eigenen Ansprüche und Wünsche definiert hat, schrumpft das große Spektrum an Möglichkeiten ganz schnell zu einer sehr überschaubaren Auswahl zusammen.
Der finanzielle Aspekt spielt eine nicht ganz unerhebliche Rolle, aber auch viele weitere sehr subjektive Vorstellungen, was den Traumurlaub angeht, nehmen wichtigen Einfluss auf die letztendliche Entscheidung.
Der Flug sollte nicht zu lang sein, da wir beide nicht sehr gerne fliegen. Reiner Strandurlaub? Nichts für uns. Antike Stätten besichtigen können? Unbedingt, aber bitte nicht zusammen mit Hunderten oder gar Tausenden anderen Touristen. Und ganz toll finden wir es, wenn man keine festen Wege beschreiten muss, sondern ganz abenteuerlich überall herumkraxeln kann, wie es einem gerade in den Sinn kommt. Sonne? Na klar, aber zu heiß darf es auch nicht sein. Mir macht Hitze zwar nicht so viel aus, aber ich bin mit meinem Hauttyp einfach extrem sonnenbrandgefährdet. Aber Regen wollen wir natürlich auch nicht. Schöne Landschaften in der Umgebung? Ja bitte! Hotel? Kein Bettenbunker! Wir hätten gern ein kleineres Hotel mit, sagen wir, etwa hundert Zimmern - je weniger, desto besser. Pool? Ein großer Pool, in dem man richtig schwimmen und nicht nur planschen kann, wäre klasse. Reisezeit? An sich sind wir ja total flexibel, aber auf keinen Fall in der Hauptsaison, also während der Ferienzeit. Das Wetter muss aber eben passen!
Alle diese Wünsche wurden uns nun in den letzten zwei Jahren in der Türkei erfüllt. Unsere ganz persönliche eierlegende Wollmilchsau also. Diesmal, 2009 also, sollte es aber woanders hingehen. Meine Argumentation konnte Uwe schnell überzeugen. "Wir sollten eine Türkei-Pause machen!" Warum? Na ganz klar: Wir brauchen doch mal den Überraschungsfaktor eines Landes, das wir noch gar nicht kennen, wo wirklich alles neu für uns ist und wir beim Entdecken der Umgebung nicht auf Erfahrungen zurückgreifen können.
Korfu sollte es werden. Zwar mussten wir da bei unserer Planung hier und da Abstriche machen, gerade was unsere geliebten Erkundigungstouren antiker Stätten auf eigene Faust angeht, aber sonst stimmte doch alles. Wenn ich nicht so geschlunzt hätte mit der Buchung ... Denn als ich unseren geplanten Urlaub endlich dingfest machen wollte, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass sich der Frühbucher-Rabatt offenbar schon erledigt hatte und unser Wunsch-Zimmer (Komfort-Zimmer mit einigen Extras, auf die wir nicht verzichten wollen) in unserem Wunsch-Hotel zur Wunsch-Reisezeit schon AUSGEBUCHT war.
Was nun also? Mein Bauch (mein Herz oder mein Kopf - was auch immer) meldete sich endlich immer lauter zu Wort. Was ich bislang erfolgreich ignorieren konnte, setzte sich mit immer mehr Beharrlichkeit durch. Aus dem leisen Flüstern "Fethiye - noch einmal nach Fethiye", das sich schon vor Wochen angekündigt hatte (siehe Blog-Artikel "Erinnerungen an Fethiye"), wurde ein immer drängenderes Gefühl. Sehnsucht, ja - so pathetisch es auch klingen mag.
Dabei geht das meiner eigentlichen Überzeugung nach ja gar nicht. Ich bin normalerweise absolut kein Freund davon, ein Urlaubsziel mehrmals anzusteuern. Man kennt ja schon "alles" - auch wenn es ziemlich vermessen ist, so etwas zu behaupten. Nach zwei Wochen kann man einen Landstrich mit so vielen tollen Ausflugszielen nicht wirklich kennen. Aber es ist nicht mehr neu. Zumindest in der Hotelumgebung kennt man sich schon aus, und die wichtigsten Ausflüge hat man schon gemacht.
Andererseits kann man die vermeintlichen Nachteile auch ins Gegenteil umkehren. Bei einem zweiten Besuch weiß man, welche Ausflugsziele sich wirklich lohnen und welche man sich schenken kann. Und außerdem gibt es in der erreichbaren Umgebung von Fethiye noch einige Orte, deren Beschreibungen sehr vielversprechend klingen und die wir noch nicht gesehen haben.
Zehn Minuten habe ich gebraucht, um meine tolle alte Argumentationskette zu entkräften und Uwe davon zu überzeugen, noch einmal nach Fethiye zu fliegen, und zwar in diesem Jahr. Die Urlaubsfotos von 2007 haben seine letzten Zweifel beseitigt.
Am Samstag haben wir gebucht. Wir haben auch wieder das gleiche Hotel genommen, denn wir waren dort wirklich zufrieden (und ich habe dort meinen Pool, um morgens und abends ein paar Bahnen zu ziehen). Nun haben wir noch ein paar Monate Zeit, um die Vorfreude zu genießen. Das kribbelt so schön im Bauch ...
Fethiye, wir sehen uns wieder!


So schwer ist das ja auch nicht, könnte man meinen. Die Welt ist groß und bietet unendlich viele schöne Urlaubsziele. Wenn man dann aber die eigenen Ansprüche und Wünsche definiert hat, schrumpft das große Spektrum an Möglichkeiten ganz schnell zu einer sehr überschaubaren Auswahl zusammen.
Der finanzielle Aspekt spielt eine nicht ganz unerhebliche Rolle, aber auch viele weitere sehr subjektive Vorstellungen, was den Traumurlaub angeht, nehmen wichtigen Einfluss auf die letztendliche Entscheidung.
Der Flug sollte nicht zu lang sein, da wir beide nicht sehr gerne fliegen. Reiner Strandurlaub? Nichts für uns. Antike Stätten besichtigen können? Unbedingt, aber bitte nicht zusammen mit Hunderten oder gar Tausenden anderen Touristen. Und ganz toll finden wir es, wenn man keine festen Wege beschreiten muss, sondern ganz abenteuerlich überall herumkraxeln kann, wie es einem gerade in den Sinn kommt. Sonne? Na klar, aber zu heiß darf es auch nicht sein. Mir macht Hitze zwar nicht so viel aus, aber ich bin mit meinem Hauttyp einfach extrem sonnenbrandgefährdet. Aber Regen wollen wir natürlich auch nicht. Schöne Landschaften in der Umgebung? Ja bitte! Hotel? Kein Bettenbunker! Wir hätten gern ein kleineres Hotel mit, sagen wir, etwa hundert Zimmern - je weniger, desto besser. Pool? Ein großer Pool, in dem man richtig schwimmen und nicht nur planschen kann, wäre klasse. Reisezeit? An sich sind wir ja total flexibel, aber auf keinen Fall in der Hauptsaison, also während der Ferienzeit. Das Wetter muss aber eben passen!
Alle diese Wünsche wurden uns nun in den letzten zwei Jahren in der Türkei erfüllt. Unsere ganz persönliche eierlegende Wollmilchsau also. Diesmal, 2009 also, sollte es aber woanders hingehen. Meine Argumentation konnte Uwe schnell überzeugen. "Wir sollten eine Türkei-Pause machen!" Warum? Na ganz klar: Wir brauchen doch mal den Überraschungsfaktor eines Landes, das wir noch gar nicht kennen, wo wirklich alles neu für uns ist und wir beim Entdecken der Umgebung nicht auf Erfahrungen zurückgreifen können.
Korfu sollte es werden. Zwar mussten wir da bei unserer Planung hier und da Abstriche machen, gerade was unsere geliebten Erkundigungstouren antiker Stätten auf eigene Faust angeht, aber sonst stimmte doch alles. Wenn ich nicht so geschlunzt hätte mit der Buchung ... Denn als ich unseren geplanten Urlaub endlich dingfest machen wollte, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass sich der Frühbucher-Rabatt offenbar schon erledigt hatte und unser Wunsch-Zimmer (Komfort-Zimmer mit einigen Extras, auf die wir nicht verzichten wollen) in unserem Wunsch-Hotel zur Wunsch-Reisezeit schon AUSGEBUCHT war.
Was nun also? Mein Bauch (mein Herz oder mein Kopf - was auch immer) meldete sich endlich immer lauter zu Wort. Was ich bislang erfolgreich ignorieren konnte, setzte sich mit immer mehr Beharrlichkeit durch. Aus dem leisen Flüstern "Fethiye - noch einmal nach Fethiye", das sich schon vor Wochen angekündigt hatte (siehe Blog-Artikel "Erinnerungen an Fethiye"), wurde ein immer drängenderes Gefühl. Sehnsucht, ja - so pathetisch es auch klingen mag.
Dabei geht das meiner eigentlichen Überzeugung nach ja gar nicht. Ich bin normalerweise absolut kein Freund davon, ein Urlaubsziel mehrmals anzusteuern. Man kennt ja schon "alles" - auch wenn es ziemlich vermessen ist, so etwas zu behaupten. Nach zwei Wochen kann man einen Landstrich mit so vielen tollen Ausflugszielen nicht wirklich kennen. Aber es ist nicht mehr neu. Zumindest in der Hotelumgebung kennt man sich schon aus, und die wichtigsten Ausflüge hat man schon gemacht.
Andererseits kann man die vermeintlichen Nachteile auch ins Gegenteil umkehren. Bei einem zweiten Besuch weiß man, welche Ausflugsziele sich wirklich lohnen und welche man sich schenken kann. Und außerdem gibt es in der erreichbaren Umgebung von Fethiye noch einige Orte, deren Beschreibungen sehr vielversprechend klingen und die wir noch nicht gesehen haben.
Zehn Minuten habe ich gebraucht, um meine tolle alte Argumentationskette zu entkräften und Uwe davon zu überzeugen, noch einmal nach Fethiye zu fliegen, und zwar in diesem Jahr. Die Urlaubsfotos von 2007 haben seine letzten Zweifel beseitigt.
Am Samstag haben wir gebucht. Wir haben auch wieder das gleiche Hotel genommen, denn wir waren dort wirklich zufrieden (und ich habe dort meinen Pool, um morgens und abends ein paar Bahnen zu ziehen). Nun haben wir noch ein paar Monate Zeit, um die Vorfreude zu genießen. Das kribbelt so schön im Bauch ...
Fethiye, wir sehen uns wieder!


Der Artikel wurde am 08.02.2009 von Silvia veröffentlicht.

