DAS Rezept für Putenkeule - einfach und lecker
Für mich ist dieses Rezept für Putenkeule das beste überhaupt. Der Aufwand ist relativ gering, das Ergebnis sündhaft gut. Ich wende dabei die Niedrigtemperaturmethode an - also sehr langsames Garen über einen langen Zeitraum. Muss man nicht, ist aber wirklich empfehlenswert.Für 2 Personen:
1 große Putenoberkeule oder zwei kleine
ca. 100 g Butter
1 Flasche Malzbier (0,5 l)
mindestens 1 Zwiebel
Salz, Pfeffer
Butter in einer ausreichend großen Pfanne schmelzen (mittlere Temperatur). Die Putenoberkeule abwaschen, trockentupfen und großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben. Die Keule von beiden Seiten goldbraun anbraten. Währenddessen die Zwiebel(n) in Scheiben schneiden.
Die Putenkeule in einen Bräter oder auf ein ein tiefes Backblech (vorher mit doppelter Lage Backpapier auskleiden) legen und mit dem Malzbier übergießen. Man muss hier nicht die ganze Flasche leeren; den Rest kann man später aber für die Sauce nehmen!
Die Zwiebeln in das Malzbier legen.
Niedrigtemperaturmethode
Die Niedrigtemperaturmethode sieht vor, das Fleisch bei geringer Temperatur langsam über Stunden zu garen; dabei sind in der Regel ca. 80 °C bei Ober- und Unterhitze angedacht. Achtung, viele Öfen sind da recht ungenau. Wer kein Gefühl dafür hat, besorgt sich also am besten ein Ofenthermometer.
Die Garzeit hängt neben der Temperatur natürlich auch von der Fleischmenge und -dicke ab. Meine kleinen Putenkeulen waren gestern z. B. fünf Stunden im Backofen, der auf 110 °C stand. Ich gehe da mangels Thermometer tatsächlich nach Bauchgefühl, habe nämlich meinen Ofen in Verdacht, es mit der eingestellten Temperatur nicht so genau zu nehmen. Auch wenn es tatsächlich um die 100 °C statt der geforderten 80 gewesen sein sollten - das macht nichts.
Die Keule wird also für ca. fünf Stunden in den Ofen gegeben. Währenddessen braucht man sich um nichts weiter zu kümmern; zwischendurch empfehle ich eine Kontrolle, ob sie nicht doch noch nachbräunt. Dann sollte man die Temperatur etwas nach unten regeln.
Eine halbe Stunde vor Ende nehme ich das Blech heraus, schöpfe Malzbbier und Zwiebeln ab, bestreiche die Haut mit etwas Fett und gebe die Keule wieder in den Ofen - in diesen dreißig Minuten brutzelt sie bei ca. 170 °C dem Finale entgegen.
Die Sauce bereite ich ohne Wasserzugabe zu. Einfach das Malzbier-Bratensaft-Zwiebelgemisch aufkochen und mit Geflügelsaucen-Fix binden. Die Geschmackskombination finden wir einfach sensationell! Wer mehr Sauce möchte, sollte wirklich lieber mit Malzbier als mit Wasser aufgießen, das gibt einfach einen kräftigeren Geschmack.
Dazu passend:
Knödel oder Kartoffeln
Brokkoli, Blumenkohl oder Rotkohl
... und natürlich etliche andere Beilagen.
Guten Appetit und gutes Gelingen!
Der Artikel wurde am 13.10.2008 von Silvia veröffentlicht.
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Thüringer Putenkeule aus Sonneberg (18.12.2009 - 17:02)
...mit Malzbier? Das hört sich ziemlich exotisch an. Die Soße müßte dadurch doch eigentlich süß bitterlich werden. Schmeckt das denn wirklich?



