Frauensammler im Social Network
Lange Zeit ist der Trend der Sozialen Netzwerke wie Facebook, wer-kennt-wen, Lokalisten, XING und wie sie alle heißen an mir vorbeigegangen. Meine allererste Mitgliedschaft bei einem SN-Anbieter war die im StudiVZ. So richtig wohl habe ich mich dabei allerdings nicht gefühlt. Auch wenn ich einst vier Semester an der RUB verbracht habe, habe ich heute keinerlei Bezug mehr zum Studentenleben. Als das StudiVZ dann auf "MeinVZ" erweitert wurde, fanden dort dann auch hochoffiziell Nicht-Studis wie ich eine virtuelle Heimat. Wobei dieser Begriff für mich viel zu hoch gegriffen ist; ich schaue recht selten im VZ vorbei.Immerhin, ich fand es ganz prima, alte Bekanntschaften im Netz wiederzufinden und so mal wieder ein paar Worte mit Leuten zu wechseln, von denen ich seit Jahren nichts mehr gehört habe. Teilweise ist es ja auch höchst interessant, was aus einigen geworden ist.
Bei XING registrierte ich mich dann für mögliche geschäftliche Kontakte - schaden kann das ja nicht. Auch bei den Lokalisten fand ich mich ein; dort war die Trefferquote für alte Bekannte im Vergleich zum VZ allerdings sehr gering. Gleiches gilt auch für wer-kennt-wen.de, kurz WKW.
Kürzlich ließ ich mich dann auch noch von Stefan überreden, mich bei Facebook zu registrieren. Was ich seitdem dort allerdings erlebe, ist mir in der Form und der Ausprägung noch in keinem anderen Social-Network-Dienst wiederfahren. Sehr regelmäßig erhalte ich bei Facebook Freundschaftsanfragen von Menschen, deren Namen ich noch nie zuvor gehört habe. Näher betrachtet handelt es sich bei diesen Menschen durch die Bank weg um Männer, die ihren Beziehungsstatus entweder als "Single" oder aber "kompliziert" angeben und auf der Suche nach Verabredungen sind. Interessiert an? Na was wohl: Frauen.
Schaue ich mir deren Profile dann näher an, stelle ich fest, dass mindestens 90% der Personen, die eine Freundschaftsanfrage desjenigen akzeptiert haben, weiblich sind. Extremfälle sind dabei, bei denen ein Großteil dieser Damen sich leichtbekleidet präsentiert oder die "Freundinnen" in vierstelliger Anzahl gehortet haben. Und da soll ich mich einreihen? Ja danke.
In meinem Profil steht doch deutlich, dass ich vergeben bin, und genauso deutlich steht da NICHT, dass ich Verabredungen suche oder an Männern interessiert bin. Was soll das also?
Werte Frauensammler, von Euch lasse ich mich nicht in die virtuelle Vitrine stellen! Basta. Solche Anfragen trainieren lediglich meine Gesichtsmuskulatur: Grinsen und hochgezogene Augenbrauen ...
Der Artikel wurde am 18.05.2009 von Silvia veröffentlicht.
Menschen, Facebook, Frauensammler, Freundschaftsanfragen, Lokalisten, Network, Social, Verabredungen
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Stefan aus Berlin (20.05.2009 - 14:56)
War ja klar dass ich nun schuld bin. ;)
Mal im Ernst. Diese armen Kreaturen kann man doch nur bedauern. Die haben eben keinen anderen Halt im Leben, und diese Art der Freundschaftsanfragen ist der nächste Schritt nach den eingebildeten Freunden.
Mal im Ernst. Diese armen Kreaturen kann man doch nur bedauern. Die haben eben keinen anderen Halt im Leben, und diese Art der Freundschaftsanfragen ist der nächste Schritt nach den eingebildeten Freunden.



